Safaga 1997 & 1998
(Bilder folgen)

1997 sollte es endlich mal wieder soweit sein. Ich wollte mal wieder einen richtigen Tauchurlaub machen. Da ich keine so richtig guten Ideen bezüglich des Reisezieles hatte und wir auch nicht ganz so viel Geld ausgeben wollten, buchten wir ein Last-Minute Angebot, welches in unserm Tauchladen aushing.
2 Wochen Hotel Menaville DZ/HP für ca. 1400,- war o.K.! Für mich habe ich dann gleich noch ein Tauchpaket mitgebucht. Marion hat sich in dem Urlaub noch auf das Schnorcheln beschrängt. So richtig wohl war uns bei Reiseantritt aber nicht. Da 3 Tage vor dem Abflug der Anschlag auf den Hatchepsuttempel war, wollte uns alle
von der Reise abhalten. Wir ließen uns jedoch nicht abhalten und stiegen in den "fast leeren" Flieger. Da zu dieser Zeit alle Flugpläne umgeschrieben wurden, mußten
wir auf dem Flug nach Hurgada in Luxor zwischenlanden. Als Entschädigung drehte der Pilot eine extra tiefe Schleife über dem Tal der Könige und dem Hatchepsuttempel.
Nach gut einer Stunde Aufenthalt ging es dann weiter nach Hurgada. Dort erwartete uns ein für uns bis dahin unbekanntes Chaos. Anscheinend waren die ägyptischen Behörden von ankommen Gästen überrascht worden, denn die meißten Touristen verließen das Land wegen des Anschlages so schnell wie möglich.
Nachdem alle Formalitäten erledigt waren und wir unsere Koffer hatten, mußten wir uns noch den passenden Hotelbus suchen. Nach einigen Minuten war das dann aber auch geschafft und wir fuhren in Richtung Safaga.
Im Menaville angekommen bekamen wir dann ein besseres Zimmer, als wir eigentlich gebucht hatten.
Nachdem wir die Koffer ausgepackt hatten, inspizierten wir gleich das Hotel und den Strand und ich checkte auf der Tauchbasis ein.
Am übernächsten Tag ging es dann auf das Boot zum ersten Tauchtag. Erstes Tauchgebiet sollte Shaab Sheer sein. Da ein etwas rauher Seegang herrschte,
hatten einige an Bord wegen der langen Ausfahrt mit sich zu kämpfen. Nachdem ich meinen Check auf 20 m (Maske ausblasen & Atmung aus dem Zweitautomaten des Tauchguids) ging es in Richtung Korallengarten. Dieser Korallengarten besteht aus allen möglichen Arten von Steinkorallen und ist recht schön. Fische gibt es an diesem Tauchpaltz nicht ganz so viele. Wenn man glück hat, schwimmt weit draußen ein Weißspitzenriffhai vorbei. Nach gut 40 Minuten schlugen wir dann den Rückweg ein.
Bein Nachmittagstauchgang haben wir dann  ....
Abends in der Shishabar haben wir dann bei Shei & Bier noch kurz über den ersten Tauchtag gesprochen und den Sternenhimmel bewundert.
Am nächsten Tag war der Seegang noch stärker und wir fuhren nur zum nahegelegen Tobia Kebir.
Im laufe der Woche sollte sich das Wetter nicht mehr bessern und so fanden alle Ausfahrten zu den div. Tobia´s und Gamul´s statt. In der zweiten Woche wurde die See
zunehmend ruhiger und es sollte zur Salem Express gehen. Da ich von anderen schon viel über dieses Wrack gehört hatte, war ich natürlich gespannt. Im nachhinein war
es dann aber auch nicht so toll, wie im Vorfeld gehört. Zum Nachmittag ging es dann zum Shaab Claude. Dies ist ein sehr einfach zu betauchendes Riff, in dem es nur so von Fischen und Nacktschnecken wimmelt. Da mir die kleinen unscheinbaren Dinge im Riff sowieso besser gefallen, bin ich hier auch voll auf meine Kosten gekommen.
Irgendwann in der zweiten Woche war dann auch die See so ruhig, daß der Kapitän sich traute Abu Kafan und das Panorama Riff anzufahren. Obwohl wir schon früh am Morgen am Tauchplatz waren, waren keine Großfische zu sichten. Trotzdem haben wir hier ein paar schöne Tauchgänge gemacht. Vor allem haben mir die Überhänge von Abu Kafan auf ca. 40 m gefallen. Ist schon ein toller Blick durch die Gorgonien nach oben zum Licht.
Zwischenzeitlich haben wir auch 2 Nachttauchgänge am Tobia Arba gemacht. Hier wimmelt es nicht nur Nachts nur so von Rotfeuerfischen und Drachenköpfen.
 
 

1998 sind wir dann wieder in das gleiche Hotel gefahren. Da sich diesmal noch ein Vereinskammerad angeschlossen hat, wollten wir kein anderes Hotel ausprobieren.
Da Marion inzwischen auch ihren Tauchschein gemacht hatte, waren wir so 3 Taucher und ich konnte mich in aller Ruhe mit dem Fotografieren beschäftigen.
Da ich die meißten Tauchplätze schon kannte, konnte ich auf ganz andere Sachen achten als im Vorjahr. In der zweiten Woche kam dann noch ein weiterer Vereinskammerad nach, womit wir dann zu viert waren.
In diesem Gespann machten dann die Tauchgänge am Panorama Riff oder Abu Kafan erst richtig Spaß. 2 ließen sich "etwas tiefer" als die vorgeschriebenen 40 m fallen
und die anderen warteten solange bei ca. 39,5 m. Das soll jetzt nicht heißen, das wir alle "tiefengeil" sind, aber es macht schon Spaß etwas abseits aller anderen zu tauchen.

Das Menaville nicht unbedingt das beste Hotel, aber auch nicht das schlechteste im Ort. Das Frühstücksbuefett ist nicht sonderlich gut, aber ausreichend.
Das Abendessen wird auch in Bufettform angeboten und ist sehr reichhaltig. Das Personal typisch arabisch langsam aber nicht unbedingt faul. Alle, die sich für das Menaville als Urlaubshotel entscheiden und etwas Anspruch auf Komfort und ordentliche Zimmer legen, sollten die Supperior Zimmer buchen. Diese Zimmer liegen zwar am anderen Ende der Anlage, sind aber entschieden besser als die Studios oder Standartzimmer.