Vorgeschichte...
Nachdem
wir 2000 für 2 Wochen in Dahab zum Tauchen waren und dort einige "Überraschungen"
erlebt
haben wollten wir diesmal auf Nummer sicher gehen und haben uns für
ein Ziel entschlossen,
welches
bekannt ist.
Unser
Wahl fiel auf Safaga.
Aufgrund
guter Erfahrungen aus vorhergehenden Urlauben fiel die Wahl
auf
das Hotel "Lotus Bay".
Da auch
einige "Tekkis" mitkommen wollten gab es bei der Wahl der Tauchbasis
nicht
viele Möglichkeiten und wir stellten bei der Orca Basis entsprechende
Tauchpakete zusammen.
Nachdem
die Eckdaten feststanden, wurden alle Vereinsmitglieder gefragt ob sie
mitkommen wollen.
Insgesamt
waren es 14 Personen, die sich für die Reise angemeldet haben.
Im Februar
haben wir dann die entsprechenden Flüge reserviert bzw. die Buchung
vorgenommen und
eine
Anzahlung geleistet.
Chronik...
19.05.03
Unser
Reiseveranstalter hat Andy darüber informiert, dass der Abflug von
Tegel nach Schönefeld
verlegt
wurde und wir jetzt folgende 3 Möglichkeiten haben:
1) von
Schönefeld fliegen und eine Gutschrift von 30 € zu bekommen
2) von
Schönefeld fliegen und per Bustransfer von Tegel nach Schönefeld
gebracht zu werden
3) kostenlos
stornieren...
Wir haben
uns jetzt für das Stornieren bei Jahn-Reisen entschieden und die gleiche
Reise bei
Neckermann
mit Flug von Tegel gebucht !?! Verwundert ? Wir auch...
16.10.03
Heute
wird in den Nachrichten gemeldet, dass die Fluggesellschaft Aero Lloyd
pleite ist und den
Flugbetrieb
mit sofortiger Wirkung eingestellt hat.
Und
wie kommen wir jetzt nach Ägypten ? Eine Antwort wird es wohl erst
in den nächsten Tagen geben.
20.10.03
Andy
hat ein Telegramm von Neckermann bekommen.
Unsere
Reise kann stattfinden. Wir fliegen jetzt schon um 9:10 Uhr mit Thomas
Cook.
22.10.03
Nach
dem Training fahren einige um den Vorabend Check In zu nutzen.
1. Tag # 23.10.2003
Zum Abflug
trafen wir uns dann alle um 7:00 Uhr auf dem Flughafen Berlin Tegel.
Da einige
auch schon den Vorabend-Check-In genutzt hatten ging es etwas schneller.
Bei
einigen, die noch ihr Gepäck aufgeben mussten, gab es Probleme mit
dem angemeldeten Tauchgepäck,
da es
teilweise nicht in den "richtigen" Taschen verpackt war.
Das
nächste Problem gab es dann gleich an der Sicherheitskontrolle.
Hier
machte das Personal Probleme mit den ebenfalls angemeldeten Tauchlampen.
Wie
überall mussten die Lampen vorgeführt und teilweise Brenner
und
Akku getrennt werden. Die, die entlandene Lampen bei hatten
wurden
schief angeschaut und die bei denen sich die Akkus oder/und Brenner
nicht
ausbauen ließen erst recht.
Ich
musste sogar meinen Blitz den ganzen Flug über in der Hand halten,
da weder
Brenner noch Akku aus baulichen Gründen ausgebaut werden können.
Ein
entsprechendes Dokument des Herstellers, in dem das Luftfahrtbundesamt
den
Transport in Handgepäck als unbedenklich erklärt, hat niemanden
interessiert.
Nach
einem insgesamt ruhigen Flug, den üblichen Formalitäten am Flughafen
von
Hurghada und einem 45 minütigen Bustransfer kamen wir dann irgendwann
am frühen
Nachmittag im Hotel Lotus Bay an. Nachdem wir unsere Zimmer
bezogen
hatten trafen wir uns um 17:00 auch gleich wieder zum Einchecken
auf
der Tauchbasis, damit wir am nächsten Tag gleich auf das Tauchboot
können.
Den
Tag ließen wir dann nach dem Essen bei einer Shisha
und
einem Bier ausklingen.
2. Tag # 24.10.03
Es ist
schon irgendwie hart, wenn im Urlaub um 6:30 der Wecker klingelt,
nur
damit man vor dem Treffen an der Tauchbasis um 8:00 Uhr noch etwas
Zeit
zum Frühstücken hat. Na gut, wir wollten es ja nicht anders.
Also
gesagt, getan und wir trafen uns um 8:00 an der Basis.
Mit
der Ausfahrt verzögerte es sich jedoch um 30 Minuten,
da für
uns noch kein Boot an der Mole lag.
So
hatten wir noch genug Zeit um die Ausrüstung ein letztes Mal zu checken.
Gegen 9:00 Uhr legten wir dann auch ab und fuhren unserem ersten Tauchplatz
entgegen.
Nach
einer Fahrzeit von ca. 35 Minuten erreichten wir Gamul Kebir. Bei diesem
Platz handelt es sich um ein sichelförmiges Riff mit je 1 separat
stehenden Erk und 1 Korallenblock.
Ringsrum
ist Sandgrund mit Tiefen von 12 bis 25 m.
An der
strömungsgeschützten Seite des Riffes ist der Grund teilweise
nur in 9 m Tiefe.
Also
ein idealer Platz für den ersten Check- bzw. Eingewöhnungstauchgang.
Nur
leider ist hier sonst nicht viel zu sehen.
In den
Seegraswiesen rings um das Riff sollen sich gelegentlich Seepferdchen und
div. Arten von Geisterfischen aufhalten.
Davon
haben wir jedoch nichts gesehen. So fiel der Tauchgang entsprechend kurz
aus.
Wie
in Ägypten üblich wurde die Pause zwischen den Tauchgängen
am Riff
verbracht.
Einige nutzten diese Gelegenheit gleich noch um etwas in der
Lagune
zu schnorcheln. Nach der Mittagspause fuhren wir dann zum 2ten Tauchplatz
des Tages.
Ras Abu
Soma.
Bei
diesem Riff handelt es sich um ein langgestrecktes Riff,
welches
von der Wasseroberfläche bis auf über 40 m abfällt.
Bis
in eine Tiefe von ca. 20 m befindet sich ein Korallengarten.
Ab 20
m beginnt dann Sandgrund mit einzelnen Korallenblöcken.
Zwischen
diese Blöcken liegen vielfach Blaupunktrochen und
auf
den Blöcken ruhen Rotfeuerfische und Drachenköpfe
Im Korallengarten
selber lohnt sich die Suche nach Steinfischen.
Ebenso
ist ein gelegentlicher Blick ins "Blaue" ratsam, da hier öfters mal
etwas
größere Fische kreisen. Nur leider hatten wir hier viel Pech
und
haben
weder Steinfisch noch Hai gesehen. Nachdem dann auch hier der Letzte
aus
dem Wasser war traten wir den Rückweg zur Basis an. Dort angekommen
ging
es ans Klamotten spülen und anschließend ans "Dekobier".
3 Tag # 25.10.2003
Heute
sollte es dann so "richtig" mit dem Tauchen losgehen.
Als
Tauchplatz wurde das Panorama Riff ausgewählt.
Auf
der Fahrt dorthin kam es jedoch zu einer unerwarteten Unterbrechung.
Ein
anders Boot der Basis lief auf ein kleines Riff auf und saß fest.
Alle
in der Nähe befindlichen Boote fuhren natürlich zu dem Havaristen
und
eins zog es dann von dem Riff. Da nicht klar war, ob und wie stark das
andere
Boot beschädigt war, kehrten wir mit um und begleiteten es bis
kurz
vor dem Anleger.
Als
sicher war, dass nichts mehr passieren kann setzten wir unsere Fahrt zum
Tauchplatz fort.
Durch
diesen Zwischenfall kamen wir mit einer Stunde Verspätung am Riff
an.
So mussten
wir zwischen 6 anderen Booten festmachen.
Ein
Vorteil hatte die Verspätung aber auch.
Die
anderen Taucher waren schon wieder aus dem Wasser.
So konnten
wir ungestört über das Plateau zum "Kamin" und dort den Eindruck,
den
der Blick ins Blaue hinterlässt genießen.
Zu
allem Glück hatten wir fast unüblich fast keine Strömung.
Da sich das Plateau auf gut 28 m
befindet
und die obere Öffnung des "Kamins" bei 32 m liegt ist die Nullzeit
entsprechend kurz.
Wer
Lust hatte, hat sich im "Kamin" dann noch auf ca. 40 m fallen lassen und
den Blick durch die großen
Gorgonien
nach oben genossen.
Nach
15 Minuten mussten wir dann aber den Rückweg antreten und sind immer
an der Nullzeitgrenze
entlang
am Riff getaucht. Bevor wir zurück an Bord geklettert sind hielten
wir uns noch
am Anemonenfeld
zwischen 3 und 12 m auf.


Den zweiten
Tauchgang des Tages haben wir dann ebenfalls am Panorama Riff gemacht.
Hierzu
hat das Boot aber an der nördlichen Seite festgemacht. Neben div.
Feuerfischen und Drachenköpfen gab es aber nicht viel zu sehen.
4 Tag # 26.10.2003

Für
den heutigen Tag war ein "Early Morning" Tauchgang angesetzt.
Als
Ziel wurde, wie kann es anders sein, Abu Kafan ausgewählt.
Schließlich
sollen hier schon in den frühen Morgenstunden Mantas,
Grauhaie
und Hammerhaie gesehen worden sein. Nachdem schon um 4:30 der
Wecker
geklingelt hat haben wir uns um 5:00 auf der Basis getroffen.
Auf
der Fahrt zum Tauchplatz gab es noch ein kleines Frühstück an
Bord.
Schon
während der Fahrt haben wir uns angerödelt und sind dann über
dem
Nord-Plateau
abgesprungen. Nach dem schnellen Abstieg auf den Grund, haben
wir
uns dann gegen die Strömung bis an die Riffkante nach vorn gekämpft.
Nach
einigen Blicken ins Blaue, bei denen kein Großfisch zu sehen war
haben
wir dann beschlossen nicht länger gegen die Strömung anzukämpfen
und
sind an der Riffkante mit der Strömung zurück zum Boot.
Für
den zweiten Tauchgang machte das Boot dann an der Südspitze fest.
Hier
befindet sich ein schön bewachsenes Plateau auf dem wir uns eine ganze
Weile
aufhielten. Die Blicke ins Freiwasser brachten aber auch nichts.
Es wollten
einfach keine Haie vorbeikommen. Nach gut 1 Stunde sind wir dann
zurück
aufs Boot um zu unserem dritten geplanten Tauchplatz für diesen Tag
zu fahren.
Das Wrack der Salem Express. Hier angekommen, hielten wir die
Entscheidung
für gar nicht mehr so gut, denn es herrschte auch hier eine
gehörige
Strömung. Aber was solls, schließlich sind wir doch am Wrack
getaucht.
Da die
beiden vorherigen Tauchgänge des Tages entsprechend tief und lang
waren,
blieb
uns wenig Zeit das Wrack so richtig zu erkunden.
Die
meisten kannten es ohnehin schon von frühren Urlauben in Safaga.
So hielten
wir uns die meiste Zeit auf der obenliegenden
Steuerbordseite
auf und suchten die Korallen, die sich dort im Laufe der
Jahre
angesiedelt haben, nach kleinen Krebsen und Garnelen ab.
Durch
die Strömung beschränkte sich die Dauer des Tauchganges dann
auch
auf eine Stunde. Nach diesen 3 Tauchgängen an einem Tag waren wir
alle
doch
etwas geschlaucht.
Trotzdem
konnten es einige sich nicht nehmen lassen,
nach
dem Abendessen nach Hurghada zum Shoppen zu fahren.
5 Tag # 27.10.2003
Obwohl
der Wind über Nacht zugenommen hatte und sich auf dem Wasser
höhere
Wellen gebildet hatten, sollte es heute ein weiteres Mal an das
Panorama
Riff gehen. Diesmal kam es auf der Fahrt dorthin zu keinen
Zwischenfällen
und wir erreichten als zweites Boot den Tauchplatz.
Nur
leider sollte es nicht lange so bleiben. Es dauerte nicht lange
und
3 weitere Boote machten hier fest. Dementsprechend voll war es auch
unter
Wasser. Mit erschrecken mussten wir feststellen, dass einige
Basen
mit schlecht ausgebildeten Tauchern an diesen doch schon etwas
anspruchsvolleren
Platz fahren und ihre Gäste hier ohne Begleitung abkippen.
Einer
Taucherin fiel auf 23 m die 2te Stufe des Lungenautomaten auseinander,
eine andere war der Meinung sich nicht an die Tiefenbegrenzung zu halten
und ging im "Kamin" alleine auf über 50 m und eine dritte wartete
auf 28 m in den Korallen stehend auf den Rest der Tauchgruppe. Von den
ca. 10 Tauchern dieser Gruppen hatte wohl nur der Guide einen annähernden
Schimmer von dem was da so passiert ist. Nun gut, durch diesen Andrang
am "Kamin" machten wir zeitig kehrt und hatten so genug Zeit und Luft uns
den Rest des Riffes anzuschauen.

Dabei
entdeckten wir einige Nacktschnecken, Steinfische und Drachenköpfe.
Trotz
der herrschenden Strömung wollte sich aber auch heute kein Großfisch
zeigen. Wie üblich blieben wir gleich an dem Ankerplatz liegen und
machten nach der Mittagspause den zweiten Tauchgang auch hier.
Diesmal
aber nicht über das Plateau zum "Kamin", sondern an der Innenseite
des Riffes Richtung Nordspitze.
Gleich
beim Abtauchen begegnete uns auf 32 m eine Schildkröte, die uns dann
noch etwas begleitete.
Einige
Meter weiter sass dann ein Langnasenbüschelbarsch in einer Koralle
und
ließ sich bereitwillig von allen Seiten ablichten. Auf dem Rückweg
kamen
wir dann noch an einer wunderschön bewachsenen Felsnase vorbei,
die
einige Meter in das freie Wasser ragt. Hier tummelten sich unzählige
Fahnenbarsche
und Demosiellen. Es war einfach ein herrlicher Anblick.
Im Vordergrund
die "bunte Fischsuppe" und als "Leinwand das tiefe Blau des Roten Meeres.
Leider
ging uns aber auch hier die Luft schneller zu Ende als uns lieb war.
Auf
dem Weg zum Boot fiel uns dann noch ein etwas anders
aussehendes
Korallenstück auf einem Vorsprung im Riff auf.
Nach
dreimaligem hinsehen stellte sich heraus, dass es sich um einen kapitalen
Steinfisch
von
gut 40 cm Länge gehandelt hat. Pech gehabt, hätte er nicht ein
Auge bewegt, wäre er weiter als "toter" Stein durchgegangen. So endete
auch dieser Tauchgang nach gut 70 Minuten ohne Enttäuschung.
6 Tag # 28.10.2003
Durch
den in den letzten Tagen aufgefrischten Wind und dem daraus
resultierenden
stärkeren Wellengang weigerte sich der Kapitän unseres
Tauchbootes
an die von uns gewünschten Riffe (Shaab Sheer
und
Middle Reef) anzusteuern. Stattdessen ging es noch mal für den
Vormittagstauchgang
nach Ras Abu Soma.
Hier
betauchten wir dann mehr oder weniger gelangweilt den Korallengarten.
Für
den Nachmittagstauchgang bestand die Wahl zwischen Driftdive und einem
der vielen Tobias.
Die
Mehrheit hat sich gegen den Driftdive entschlossen. Nach kurzer Bedenkzeit
wurde beschlossen Tobia Hambra anzulaufen, da hier noch nicht so viele
Boote lagen.
Hier
sind wir dann wieder durch einen Korallengarten getaucht, ohne irgendwelche
besonderen Dinge zu sehen.
7 Tag # 29.10.2003
Für
den heutigen letzten Tag sollte es noch mal etwas besonderes sein.
Mit
viel Überredungskunst beim Kapitän und dem Divegide haben wir
dann
einen
Driftdive am Middle Reef rausgeschlagen. Die gut einstündige Fahrt
dorthin
nutzten wir schon für das Briefing und um die Ausrüstung zusammen
zu bauen.
10 Minuten vor dem Ziel hieß es dann anziehen. Anschliessend
wurde
dann vom fahrenden Boot gesprungen und sofort abgetaucht.
Nach
kurzer Orientierung und Suche nach dem Tauchpartner ging es dann mit
der
Strömung über das Riff. Die Hoffnung hier am Außenriff
Großfisch zu
sehen
zerschlug sich aber.
Auch
ein Besuch an der Kante zum Dropp Off in
40 m
änderte daran nichts. Nach gut 12 Minuten in der Strömung hieß
es
dann
auch schon "Ende der Fahrt" und Eingang zur geschützten Lagune des
Riffes
suchen. Einige hatten hierbei wenigstens dann noch einen Schwarm
kleine
Barakudas gesehen. Nachdem wir gut 1 Stunde durch den Irrgarten des
Middel
Reefs getaucht sind wir zurück an Bord.
Durch
die allgemeine
Begeisterung
diese Driftdives über den Korallengarten an der Ostseite
des
Riffes haben wir beschlossen das Ganze noch mal auf der Westseite zu
wiederholen.
Also
ging es nach dem Mittagessen und einem kurzen
Mittagsschlaf
wieder ans Anrödeln. Anschließend fuhr uns der Kapitän
dann
wieder
an die Riffkante und wir genossen noch mal einen wundervollen Drift über
den Korallengarten.
Auf der
Westseite geht es zwar nicht so steil bergab wie an der Ostseite,
aber
da es sich um den geschützteren Bereich des Riffes handelt ist die
Unterwasserwelt hier sehr viel schöner und es stehen einige große
Fächerkorallen in der Strömung.
Nach
gut 15 Minuten erreichten wir dann die Ausläufer der Lagune und bogen
links
in diese ein. Somit durchtauchten wir den Irrgarten diesmal von der
anderen
Seite und sahen auf unserem letzten Tauchgang für diesen Urlaub
noch
einiges an Fisch.
Neben
div. Blaupunktrochen und Zackenbarschen sahen einige auch einen Napoleon,
einen
Barakuda und einen Fledermausfisch.
Somit
war dieser Tauchgang ein gelungener Abschluss einer kurzen Tauchwoche
in Safaga.